Beatrix Kolb

 

Mit Licht malen. Dinge sehen die sonst verborgen bleiben.

Das Schöne festhalten. Mit Realität spielen. Bilder erfinden.

Von den ersten magischen Momenten im roten Licht der Dunkelkammer bis zu langen Sitzungen am PC bei sicher unendlichen Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung hat mich die Fotografie gepackt, seitdem ich 1981 mit 16 Jahren meine erste eigene Ausstellung in der Stadtbibliothek Röthenbach/Nürnberg hatte.
Fotografie war mir all die jahre eine treue Begleiterin, und während meines Studiums der Kunstwissenschaft und Kulturpädagogik konnte ich mich ihr in Theorie und Praxis voll und ganz widmen.
Durch meine berufliche Tätigkeit als Geschäftsführerin  des Kulturzentrums KuBa-Kulturhalle in Wolfenbüttel ist sie zwar "nur" zu einem Hobby geworden, das ich aber auch durch die stets anregenden und motivierenden Impulse des Frauenfotoforums gerne betreibe.

Natürlich hat die Fotografie heute durch die Digitalisierung von ihrem Glanz verloren,
ist zu einem Massenprodukt gigantischer Bilderflut geworden.
So denke ich manchmal mit Wehmut an meine fotografischen Anfangsjahre zurück,
als ich mit der schweren, unhandlichen Mittelformatkamera Rollei SLX 66 und einem antiquierten Belichtungsmesser durch die Landschaft zog, um anschließend in stundenlangen einsamen Sitzungen in fast völliger Dunkelheit, immer mit dem typisch stechenden Geruch der Essigsäure in der Nase, große Barytabzüge herstellte, die durch sorgfältiges Bearbeiten, Nachbelichten und Abwedeln noch echte Unikate waren.Heute ist die Computermaus mir ein wichtiges Werkzeug geworden. So entstehen manche Bilder erst am PC, die Kamera liefert dabei nur das Rohmaterial.
Die Bildbearbeitungssoftware wird zur Spielwiese des Bilder-Erfinders. Manche Ergebnisse sind überraschend, verblüffend und faszinierend, andere entpuppen sich nach längerer Betrachtung nur als Spielerei. So hat die klassische Fotografie für mich nicht ausgedient. Landschaftsfotografien in klaren Linien und starken Kontrasten, schwarzweiß oder farbig, üben immer noch einen besonderen Reiz auf mich aus. Ein Bild darf auch einfach nur mal schön sein.

Beatrix Kolb